Kürbiskern-Speck-Cookies nach Ilse König • Die Erdbeere

Kürbiskern-Speck-Cookies nach Ilse König

Posted by on Mar 12, 2015 in Geschichten und Reisen, Giveaways, Pikantes

Ilse König's Kürbiskern-Speck-Cookies

Heute, liebe Leser, möchte ich mich einem weissen Fleck in meinem Blog widmen, und zwar der pikanten Bäckerei.

Speck-Kürbiskern-Cookies nach Ilse König

Als ausgewiesenes Wiener ‘Zuckergoscherl’ bin ich traditionell dem süssen Gebäck von Herzen und mit grosser Leidenschaft verbunden und so ist dieser Blog definitiv auf der süssen Seite, was (mir selber) nun mit der Zeit fad geworden ist!

Aber es begab sich, dass mir zu Weihnachten der Himmel via Christkind ein neues Kochbuch, das sich zu einem grossen Teil der pikanten Keksbäckerei verschrieben hat, schickte.

Die edle Spenderin, eine ‘Lieber salzig als süss- Esserin‘, schenkte es mir mit einem Augenzwinkern, und mir war klar, Ruth steht als Probe-Esser zur Verfügung, was ich als einen korrekten Deal betrachte!

Speck Cookies  aus dem ke:xs- Buch

Da ich mir in letzter Zeit eher selten Kochbücher ‘gönne’ ( Platznöte und eine sekkante, mahnende Stimme aus dem Off: “Aber du hast doch schon so viele…” trüben die Kauflust selbiger Schriftwerke!), freute ich mich geradezu kindlich (in etwa wie Zoé über ihre neue Lego-Duplo- XXL-Deluxe-Box) über dieses wirklich schöne, ästhetische Buch mit dem Titel ke:xs, herausgegeben vom Brandstätter-Verlag; auf den man sich, nebenbei erwähnt, in Sachen Qualität auch immer verlassen kann.

Und der einer der Verlage war, der lange vor dem immensen Kochbücher-Hype unserer Tage schon mit Spitzenköchen wie Christoph Wagner und Alfons Schuhbeck zusammen Kochbücher herausgab und damit deren Bekanntheitsgrad beim ‘gemeinen Volk’, die nicht einmal pro Woche Hauben-Lokale frequentierten (mir zum Beispiel), enorm steigerte!

Zoé und Cookie

Ilse König sammelte diese Keks-Rezepte über Jahre- süss, salzig, köstlich (ist auch der Untertitel des Buchs). Aus aller Herren Länder kamen die Inspirationen: Sie fügte Geschmäcker, Nuancen, Ingredienzien zusammen und es entstanden leicht nachzumachende, elegante Kekse, pikante Amuse-Bouches, süsse und salzige Leckereien.

Pinienkerne und Kürbiskerne

Und dieses reiche Sortiment an salzigem Gebäck ist wirklich etwas, was mir in meinen Kochbüchern total fehlte!

Auch hatte Ilse König noch eine sehr schlaue und praktische Idee, nämlich jedem Rezept auch gleich Vorschläge, was dazu zu trinken und zu schnabulieren wäre, beizufügen! Dass die tollen Photos von Inge Prader stammen, freute mich auch sehr, denn sie war eine der ersten österreichischen Modephotographie-Grössen, die ich in meiner Jugend kannte. Die dritte im Bunde ist die Grafikerin und Food-Stylistin Clara Monti, Italienerin, und seit über 20 Jahren in Wien.

Dieses 100% Made in Vienna freute mich, ich geb’s ehrlich zu, wirklich von Herzen!

In Zeiten wie diesen, wo die Foodie-Szene fast zu hundert Prozent angelsächsisch dominiert ist, quasi ein Wunder, fast möchte man sagen, eine Anomalie. Und der Beweis, dass Wien kulinarisch immer mehr aufwacht und schöne Traditionen ( wie beispielsweise das Keks-Backen) mit internationalen Einflüssen sehr wohl verbunden werden können, ohne die eigene Identität aufzugeben !

Aus dem neuen ke:xs- Buch von Ilse König

Zutaten Kürbiskern-Speck-Cookies

Zutaten: ca. 30 Stück

  • 50 gr magerer, geräucherter Speck 
  • 40 gr Kürbiskerne
  • 50 gr Pinienkerne
  • 60 gr Pecorino Romano (ich hab Parmesan verwendet)
  • 170 gr Mehl
  • 100 gr Butter, kalt
  • 1 Prise Piment d’Espelette (ich habe Cayenne-Pfeffer genommen)
  • 1 Ei
  • 1/2 Tl schwarzer Pfeffer
  • Salz

Kampot-Pfeffer

20150312-DSC01947

Zubereitung:

Speck so fein wie möglich würfeln, Kürbiskerne hacken, Pecorino reiben.

Kürbiskerne und Speck

Mehl mit in Stückchen geschnittener Butter zerkrümeln (abbröseln).

Alle restlichen Zutaten (Pecorino, Kürbiskerne, Pinoli, Ei, Pfeffer und Cayennepfeffer) beigeben und flott (Mürbteig!) zu einem glatten Teig verarbeiten.

Zutaten

Ein kleines Stückchen kosten und dementsprechend salzen.

Zu einer 4-5 cm dicken Rolle formen und in Frischhaltefolie gewickelt eine Stunde lang im Kühlschrank rasten lassen.

Teigrollen

Ofen auf 200°C (180 Umluft) stellen.

Aus der Folie wickeln und mit einem scharfen Messer (wichtig!) in etwa 3 mm dicke Scheiben schneiden.

Mit einem Nudelwalker (Teigroller) etwas flach drücken.

Pikante Cookies

Auf Backpapier 12-14 Minuten backen.

Noch ein 4er

TIPPS:

1. Wer keinen Nudelwalker hat, nehme eine Weinflasche. So habe ich früher in der Küche meines Freundes sogar Weihnachtskekse ausgerollt.

2. Die Cookies sollen gut durchgebacken sein, wenn sie zu hell sind, kann der Käse sein Aroma nicht voll entfalten.

3. Die Kürbiskerne am besten in ein Gefriersackerl geben und mit einem Hammer zerkleinern. Ich wollte sie mit einem Messer hacken, aber sie hüpften dabei unkontrolliert in alle Ecken der Küche!

4. Diese Cookies sind wunderbar leicht herzustellen; die einzige ernsthafte Hürde stellt meiner Meinung nach der Moment dar, in dem man der Feinkost-Mitarbeiterin im Supermarkt erklären muss, wie dick denn die Scheibe des Specks zu schneiden wäre!

Anina: Bitte ich möchte gerne 4 dicke Scheiben von diesem Karreespeck!

Jenseits der Theke: Wie dick?

Anina, etwas schüchtern: Ja, also so zwei Millimeter dick, nicht mehr, so in etwa wie eine zu dünn geratene Scheibe Speck, wenn man daraus eine Carbonara machen will…

Die andere Seite: Hmmmpf (lästige Kundschaft gibt’s..)! Das Fräulein drehte mir den Rücken zu, konzentrierte sich auf die Einstellung ihrer Schneidemaschine und – es hat geklappt, und zwar zu meiner vollsten Zufriedenheit!

Liebe Leute, man muss sich diesem Moment, in dem man als mühsamer Pedant rüberkommt, einfach stellen! Es ist das Um und Auf für das Gelingen dieser Cookies und daher die Sache wert!

6er

Ilse König empfiehlt dazu ein Stückchen Pecorino und ein Glas Portwein. Auch ein Manchego oder ein paar Grana- Stücke wären sicher nicht schlecht. Und warum nicht auch gleich eine komplette Salumi-Platte!?  Ich habe (obwohl ein Portwein-Fan, hatten wir keinen zu Hause!) dazu ein Glas Muscat de Rivesaltes getrunken, einfach gut!

Hier noch die Links:

Brandstätter-Verlag:  www.brandstaetterverlag.com

Clara Monti:   www.claramonti.at

Inge Prader:   www.ingeprader.at

Pikante Cookies

20150312-DSC02009

Nach oben

Leave a Reply